„Warum haben Sie sich gerade diese Geschichten ausgesucht?“

„Ich denke, die Frage muss umgekehrt lauten.“

 

 Großstadtgewächs mit Pampawurzeln


Seit über 30 Jahren eingefleischte Städterin, stehe ich zu diesem Ausspruch. Im tiefsten Niedersachsen die frühe Kindheit zu verbringen, war traumhaft schön. Allerdings begleitet von notorischem Umziehen, das bis heute mein Leben prägt. Mit 18 Jahren probte ich im betulich-konservativen Städtchen Celle die Standfestigkeit der eigenen Füße. Von dort reiste spärliches Gepäck nach Wuppertal. Aus dem munteren Leben als Studentin der Sozialwissenschaften ging mein Ehemann hervor. Gemeinsam traten wir unsere ersten Jobs in Bonn an. Etwas unkonventionell, doch mutig, stürzte ich mich in das Abenteuer der Pressefotografie. Viele Jahre lang führte die Suche nach spannenden Fotomotiven kreuz und quer durch Deutschland.

In Berlin angekommen (1. Akt), verschwanden die Kameras irgendwann in der Mottenkiste und ich sattelte auf Textjournalismus um. Nach einem kurzen Intermezzo in Hannover landeten wir erneut in Berlin (2. Akt). Den Schwur, diese unsere Lieblingsstadt nie mehr zu verlassen, halten wir bis heute.


2011 tauschte ich die PC-Tastatur gegen Kuli und Schreibblock ein. Etwas höchst Seltsames geschah. Eine fantastische Geschichte, die sich erst heimlich in meinem Hinterkopf einnistete und dann dort schamlos ausbreitete, wollte hinaus.  

So kam im Juni 2013 die Urfassung "Vergiss die Engel" heraus. Doch erst zwischen März 2017 und März 2018 erschien die rund 1.300 Seiten starke Endfassung von "Die Geschichte der Lilia Joerdis van Luzien" in vier Bänden: "Elbenfürstin", "Elbensilber", "Elbenfluch" und "Elbenschwur".

Mit "Elbenschwur" enden Lilias unirdische Abenteuer.  Vorerst oder für immer?


Noch 2018 spukte Lilia, diesmal als Teenager, abermals durch meine Hirnwindungen. In einer spontanen Kooperation von zehn fantastisch umtriebigen AutorInnen brachten wir im Okober 2018 "Geträumte Welten - Anthologie fantastischer Autoren" als eBook heraus. Zehn Kurzgeschichten von Urban Fantasy bis Fabel laden zu einer Entdeckungsreise ein. 

 

Zwischendurch schlich sich im Handumdrehen ein anderes, liebenswert skurriles Wesen in mein Herz: Lodi Zuckerapfel, das Kasematukel. Aus Notizheft und Zeichenblock entsprangen seine tollkühnen Abenteuer. Der erste Band des illustrierten Märchens, geeignet für Kinder ab 7 Jahren, erschien im Februar 2015: "Das Kasematukel im Apfelbaum".   

Mit dem Ansporn vieler begeisterter kleiner wie großer Leser schrieb und zeichnete sich Band 2 fast von selbst. Bereits im Mai 2015 brachte ich "Das Kasematukel und der Pfropftropffleck" heraus, selbstverständlich ebenfalls illustriert.

Beide Bände sind sowohl als Taschenbuch als auch eBook erhältlich.


Eine geistige Kehrtwende um 180 Grad führte mich 2015 zu den großen Themen Digital Natives, Hacker und Big Data. Nach intensiven Recherchen verspricht der Gegenwartsroman "Blackcouch.com", erschienen im Juli 2016, dicken Lesestoff inklusive gesträubter Nackenhaare.


Und das nächste literarische Projekt? Gegenwärtig schreibe ich an einer Anthologie mit satirischen, nachdenklichen, märchenhaften und bissigen Kurzgeschichten. Im Zweifelsfall entstehen dabei echt schräge Querschläger ...

 

 

 


 Daniela Zörner